In den 60er Jahren wurden die ersten Azawakhs, aus ihren Ursprungsgebieten (Mali, Niger und Burkina Faso), nach Europa importiert.
Dabei enstanden in Jugoslawien und Frankreich jeweils eigenständige Zuchtlinien.
In Jugoslawien kamen die Hunde “Gao” und “Lara” aus Mali in der Zuchtstätte “od Menake” zum Einsatz. Aus den Nachkommen dieser Verpaarung
entstand die Zuchtstätte “Harris al Sahra” von Fr. Prof. Sekalec. Sie war es auch die 1976 den Rüden “Darkoye Sidi” aus Burkina Faso (Obervolta), ebenfalls nach Jugoslawien importierte.
Darkoye Sidi
Die französische Zucht begann direkt in Afrika. Herr Parigi, welcher die französische
Zucht begründete, begann seine Zucht in Mali. Toboro 2 eine Nachkommin aus dieser Verbindung kam später nach Frankreich und ist als Urahnin der französischen Linie anzusehen. Bis 1978 fielen vier Würfe aus Toboro 2 jedesmal mit einem anderen, aus Afrika importierten, Rüden. Hier wurde damit ein größerer Genpool als in Jugoslawien geschaffen!
Toboro 2
Gao & Lara
Aus der Zuchtstätte “Harris al Sahra” kamen dann 1975 die ersten Azawakhs nach
Deutschland. Mit diesen Hunden wurden die beiden Zuchtstätten “el Batal” und “Aulad al Sahra´s” ins Leben gerufen welche die Azawakh-Zucht in Deutschland begründeten.
Ahod
Während dieser Zeit gab es die Rasse Azawakh eigentlich noch gar nicht, sondern allen Hunden wurden Ahnentafeln der Rasse Sloughi
ausgestellt. Durch augenscheinliche Differenzen zwischen den beiden Rassen wurde eine Trennung auf Dauer unumgänglich und im Jahre 1980 erschuf man deshalb die Rasse ”Sloughi-Azawakh”. Um
Verwechslungen der beiden Rassen miteinander entgültig zu vermeiden wurde vier Jahre später der Sloughi aus dem Namen verbannt und die eigenständige Rasse “Azawakh” war geboren.